Sicherheit im Smart Home

Wenn ich ein Smart Home Gerät nutze, werden gleichzeitig Daten ins Internet übertragen. Worauf muss ich achten, damit ich dabei kein Sicherheitsrisiko eingehe?

Vernetzte Geräte im Haus

Sicherheit im Smart Home

Thema:
Vernetzte Geräte im Haus
Kompetenz:
Eigenverantwortung
Zeitaufwand:
5 min

Prolog

Wenn ich ein Smart Home Gerät nutze, werden gleichzeitig Daten ins Internet übertragen. Worauf muss ich achten, damit ich dabei kein Sicherheitsrisiko eingehe?

Sicher im Smart Home

Über vernetzte Geräte lässt sich bequem per App das Licht steuern, die Heizung aufdrehen oder Musik abspielen. Ziemlich praktisch. Aber auch sicher? Jedes mit dem Internet verbundene Gerät bietet prinzipiell auch Hackern Angriffsfläche. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sollte man umsichtig mit vernetzten Geräten umgehen.
Ferngesteuertes Eigenheim
Die Jalousien von der Ferne schließen, das Licht anschalten, die Alarmanlage überwachen - ist ein Smart Home besser vor Einbrechern geschützt?
Nein, das kann man so nicht sagen. Haben sich Hacker Zugang zum vernetzten Haus verschafft, können sie die Jalousien wieder öffnen, die Alarmanlage per Internetzugriff ausschalten und leicht ins Haus einbrechen.
Richtig. Ist die Alarmanlage auch ins Smart Home integriert und nicht ausreichend gesichert, können Betrüger leicht in das dann ungesicherte Haus gelangen.
Ja
Nein

Hintergrund

Experten raten beim Gebrauch von vernetzten Geräten generell zu Datensparsamkeit.

Es empfiehlt sich zudem, große namhafte Anbieter zu wählen und Billig-Schnäppchen aus Asien zu meiden, da die Datenschutz-Richtlinien dort seriöser gehandhabt werden. Denn nicht nur Hacker, auch die Unternehmen selbst können natürlich über ein vernetztes Gerät Daten sammeln.

Wird ein Ortungsdienst oder die Mikrofon-Funktion nicht genutzt, kann man sie getrost abschalten.

Verbraucher sollten Geräte, die keinen dauerhaften Internet-Zugang benötigen, nachts am besten offline schalten, um so die Sicherheit zu erhöhen. Denn weniger Zeit online bedeutet auch weniger Angriffsfläche für potentielle Angreifer.

Was können Sie selbst tun?

Informieren Sie sich beim Kauf eines Gerätes über die Gerätesicherheit.
Installieren Sie regelmäßig Sicherheitsupdates. Idealerweise aktivieren Sie die automatischen Updates.
Gehen Sie sparsam mit Ihren Daten um und schalten Sie nicht benötigte Funktionen an Ihrem Gerät ab.
Achten Sie darauf, dass Sie das Standard-Passwort für den Fernzugriff sofort ändern.
Wählen Sie einen seriösen Anbieter mit korrekten Geschäftsbedingungen und Datenschutz-Richtlinien und installieren Sie regelmäßig Sicherheitsupdates.
Gönnen Sie Ihrem Gerät nachts Offline-Zeit, das schützt es vor nächtlichen Angriffen und spart nebenbei Strom.
Lassen Sie Ihre kleinen Kinder nicht mit dem vernetzen Gerät alleine bzw. sichern Sie Bestellungen etc. mit einem Sicherheitscode.

Unterkapitel:

Glossar

Passwort
Ein Passwort ist der Schlüssel für das virtuelle Vorhängeschloss, mit dem man Daten und Benutzerkonten sichern kann. Dabei gilt: Je simpler der Schlüssel, umso leichter ist es, das Schloss zu knacken. Deshalb sollten Passwörter mindestens acht Zeichen lang sein und sowohl Zahlen als auch Buchstaben und Sonderzeichen enthalten. Dann kann wirklich nur derjenige, der den Schlüssel besitzt, also das Passwort kennt, das Schloss öffnen und auf die Daten oder das Konto zugreifen.
Firewall
Die Firewall trägt nicht nur die gleiche Bezeichnung wie eine Brandwand oder eine Brandmauer, sie hat im übertragenen Sinne auch eine ganz ähnliche Funktion: So wie die Brandmauer verhindern soll, dass ein Feuer auf weitere Gebäudeteile übergreift, soll die Firewall als Sicherungssystem des Computers verhindern, dass über das Internet unerlaubte Zugriffe von außen auf den eigenen Computer erfolgen.
WLAN
Wenn Daten durch die Luft schweben, dann ist keine Zauberei im Spiel, sondern WLAN. Denn WLAN ['ve:la:n] ermöglicht die Datenübertragung via Funkwellen, also beispielsweise das kabellose Surfen im Internet. Um aus dem Internet, das aus der Telefonbuchse an der Wand kommt, WLAN zu machen, braucht man einen entsprechenden WLAN-Router, an dem man dann auch die dringend anzuratende Verschlüsselung und das unbedingt erforderliche Passwort für den Zugriff einstellt. WLAN steht für wireless local area network, zu Deutsch: drahtloses lokales Netzwerk.