Internet-Gauner am Telefon

Im digitalen Zeitalter nutzen Betrüger immer wieder neue Methoden, um Zugriff auf die Endgeräte der Nutzer zubekommen und beispielsweise schadhafte Software zu installieren oder auf sensible Daten zuzugreifen.

Scamming erkennen

Internet-Gauner am Telefon

Thema:
Scamming
Kompetenz:
Folgebewusstsein
Zeitaufwand:
5 min

Prolog

Im digitalen Zeitalter nutzen Betrüger immer wieder neue Methoden, um Zugriff auf die Endgeräte der Nutzer zu bekommen und beispielsweise schadhafte Software zu installieren oder auf sensible Daten zuzugreifen.

Betrugsmasche

Die Betrüger geben sich beispielsweise am Telefon als Microsoft-Mitarbeiter aus und behaupten, dass der Rechner des Nutzers mit Viren befallen sei. Dann bieten sie technischen Support an und installieren in Wirklichkeit einen Trojaner, der Daten ausspäht.
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Weltweit haben zwei Drittel aller Befragten im letzten Jahr Erfahrungen mit Scamming gemacht. Hier einige verdächtige Anzeichen.

Hintergrund

Nicht nur am Telefon kann man auf Betrüger hereinfallen. Auch auf infizierten Webseiten, über Pop-up-Fenster oder via E-Mail bieten beispielsweise angebliche Microsoft-Mitarbeiter an, technische Updates auf den Geräten des Kunden durchzuführen.

Oft geht es den Betrügern darum, an das Geld der Nutzer zu kommen und wenden dabei geschickt psychologische Manipulationen an.

Entgegen der Erwartung sind von diesen sogenannten Scamming-Fällen vor allem Nutzer im Alter von 18 – 34 betroffen. Rund 50% der Personen, die in Folge eines Betrugsanrufs tätig wurden, gehören zu dieser Bevölkerungsgruppe.

Was können Sie selbst tun?

Beenden Sie ein oben beschriebenes Telefongespräch so schnell wie möglich und erwerben oder installieren Sie keine Fremdsoftware auf ihrem Endgerät.
Geben Sie niemals während eines solchen Gesprächs einen Fernwartungszugriff auf Ihr Endgerät frei.
Falls Sie auf Druck des Anrufers oder durch Anweisungen im Internet bereits Software installiert haben, trennen Sie das Gerät so schnell wie möglich vom Netz.
Ändern Sie von einem weiteren sicheren Gerät alle Passwörter, insbesondere ihre Online-Banking Zugänge.

Seien Sie vorsichtig bei unbekannten Telefonanrufen, insbesondere aus dem Ausland. Sind Sie sich unsicher, nehmen Sie den Anruf lieber nicht entgegen.
Melden Sie den Betrugsversuch bei Microsoft unter http://support.microsoft.com/reportascam und bei der örtlichen Polizei und warnen sie Freunde und Bekannte.

Unterkapitel:

Glossar

Schadsoftware
Auch Computer können sich Krankheiten einfangen. Dazu zählen zum Beispiel die sogenannten Schadprogramme wie Viren, Trojanische Pferde oder Computerwürmer. Das sind Computerprogramme, die die Daten, das Betriebssystem oder die installierte Software auf dem Computer manipulieren oder zerstören oder heimlich den Computer und dessen Nutzer ausspionieren. Schutz und Heilung von solchen Krankheiten bieten Antivirenprogramme.
Computervirus
Ein Computervirus ist ein schädliches Programm, das sich verhält wie der namensgebende Krankheitserreger: Unbemerkt schleust er sich in den Computer ein, um diesen auszuspähen, oder er verändert, beschädigt oder zerstört auf dem infizierten Gerät die Software, die Daten oder das Betriebssystem. Einfangen kann man sich den Virus durch das Öffnen eines infizierten E-Mail-Anhanges oder den Download von Schadsoftware. Letzteres kann auch ohne weiteres Zutun passieren, beim sogenannten Drive-by-Download.
Download
Wäre das Internet ein großer Lagerraum mit vielen, vielen Regalen, in denen digitale Güter gelagert sind, dann wäre das Downloaden (= Herunterladen) der Vorgang, bei dem man einen Gegenstand aus dem Lagerregal nimmt, um ihn mit nach Hause zu nehmen und im eigenen Regal abzulegen. Nur dass hier keine physischen Gegenstände bewegt, sondern Dateien aus dem Internet auf den eigenen Computer übertragen und dort gespeichert werden. Solche Dateien sind zum Beispiel Filme, E-Books, Bilder, Softwareprogramme, PDF-Dokumente etc.