Verstopfte Postfächer

Täglich landen in unseren E-Mail-Postfächern unerwünschte Werbe- und Massen-E-Mails. Erfahren Sie hier, wie Sie damit am besten umgehen.

Der Umgang mit E-Mail Spam

Verstopfte Postfächer

Thema
Der Umgang mit E-Mail Spam
Kompetenz
Beurteilungsvermögen
Zeitaufwand
8 min

Prolog

Täglich landen in unseren E-Mail-Postfächern unerwünschte Werbe- und Massen-E-Mails. In diesem Lernmodul erfahren Sie, welche Arten von Spammails Sie kennen sollten, wie Sie richtig damit umgehen und was Sie tun können, um das Spamaufkommen in Ihrem Posteingang zu reduzieren.

Was sind Spammails?

Wenn Ihr Postfach wieder einmal übervoll ist und trotzdem nur einige wenige E-Mails darunter sind, die tatsächlich eine an Sie persönlich gerichtete Nachricht enthalten, dann haben Sie ein Problem mit Spammails.
Und das geht nicht nur Ihnen so. Bei den meisten E-Mail-Nutzern sind die Postfächer voll mit unverlangt eingeschickten Werbe-E-Mails sowie anderen Massensendungen wie Kettenbriefen oder E-Mails von unbekannten Absendern, die Viren verbreiten sollen oder mit denen Betrüger sich Geld erschleichen wollen.

Gängige Tricks

Neben den typischen Werbebotschaften in Spammails stecken hinter vielen massenhaft verschickten Mails auch Betrugsversuche. Betrüger, die beispielsweise Geld erschleichen wollen, drücken meistens auf die Tränendrüse.
Sie geben sich dann als entfernter Verwandter aus Südafrika aus, der dringend Geld braucht, um seine todkranke Tochter zu retten. Und der Empfänger ist vorgeblich seine allerletzte Hoffnung.

Oder sie versprechen hohe Geldgewinne: Dann ist der Absender angeblich ein asiatischer Geschäftsmann, der eine lukrative Investitionsmöglichkeit anbietet, die garantiert eine hohe Rendite abwerfen wird.
Für die Verbreitung von Schadsoftware sollen die Empfänger meist dazu verführt werden, auf einen Link zu klicken oder einen Anhang zu öffnen. Dazu wird in der Mail dann behauptet, dass sich im Anhang oder hinter dem Link eine Bestellbestätigung oder eine Mahnung oder auch ein lieber Gruß von Monika befinden würde.

Was ist zu tun?

Grundsätzlich ist eine gewisse Vorsicht geboten bei unverlangt eingegangenen E-Mails von unbekannten Absendern. Links oder Anhänge in solchen E-Mails sollten niemals angeklickt werden und selbstverständlich sollten Sie niemals einem Fremden, der Sie per E-Mail darum bittet, Geld überweisen.

Spamfilter benutzen

Viele E-Mail-Programme haben inzwischen Spamfilter integriert, die verdächtige E-Mails von vornherein aussortieren. Sie können E-Mails jedoch auch manuell als Spam markieren oder in den Spamordner schieben, sodass der Filter diesen Absender beim nächsten Mal als Spam erkennt und so nach und nach dazulernt.

Adressen-Sammeln verhindern

Im Internet gibt es regelrechte Adress-Sammelmaschinen. Das sind Computerprogramme, die das Internet systematisch nach E-Mail-Adressen absuchen.
Deshalb ist es sinnvoll, die eigene E-Mail-Adresse auf einer Website oder einem Blog zu verschleiern, sodass sie von diesen Programmen nicht ausgelesen werden können.

Eine gängige Möglichkeit ist, die Adresse als Bild zu speichern und nur das Bild auf der Webseite anzuzeigen. Die Besucher können die Adresse lesen, für die Adress-Sammelmaschine ist sie aber nur ein grafisches Element, mit dem sie nichts anfangen kann.
Weil Spamversender E-Mail-Adressen auch prüfen, indem sie Lese- oder Übermittlungsbestätigungen anfordern, sollte das automatische Bestätigen im E-Mail-Programm deaktiviert und grundsätzlich auf Spammails nicht geantwortet werden.

Keinen Spam produzieren

Leiten Sie keine Ketten- oder andere Massen-E-Mails weiter. Damit würden Sie nur selbst zur Verbreitung dieser lästigen Nachrichten beitragen.
Achten Sie auch darauf, E-Mail-Adressen von anderen Personen nicht unbedacht an Dritte weiterzugeben.

Wenn Sie eine E-Mail an mehrere Empfänger verschicken wollen, schreiben Sie diese in das BCC-Feld im E-Mail-Kopf und nicht in das normale Feld für den Empfänger. BCC steht für Blind Carbon Copy. Die in diesem Feld eingetragenen Adressen können von den Empfängern nicht eingesehen werden.
 

Was können Sie selbst tun?

Verschieben Sie Spam in den Spamordner.
Antworten Sie nicht auf Spammails und klicken Sie nicht auf Links oder Dateianhänge in diesen Mails.
Aktivieren Sie den Spamfilter in Ihrem E-Mail-Programm.
Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht leichtfertig heraus.
Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre E-Mail-Adresse im Internet zu verschleiern.
Achten Sie darauf, selbst keinen Spam zu produzieren und die Adressen anderer nicht zu verbreiten.

Unterkapitel:

Glossar

Schadsoftware
Auch Computer können sich Krankheiten einfangen. Dazu zählen zum Beispiel die sogenannten Schadprogramme wie Viren, Trojanische Pferde oder Computerwürmer. Das sind Computerprogramme, die die Daten, das Betriebssystem oder die installierte Software auf dem Computer manipulieren oder zerstören oder heimlich den Computer und dessen Nutzer ausspionieren. Schutz und Heilung von solchen Krankheiten bieten Antivirenprogramme.
Spam
Spam (oder auch Junk) ist nichts anderes als E-Mail-Müll. Das sind unerwünscht zugesandte E-Mails, die meistens Werbung enthalten oder angebliche Gewinne von ominösen Lotterien verkünden oder dem Empfänger abstruse Millionen-Dollar-Angebote von afrikanischen Bankern unterbreiten.
Antivirensoftware
Die Antivirensoftware, auch Antivirenprogramm oder Virenscanner genannt, ist so etwas wie ein Facharzt für den Computer. Die Software wird auf dem Computer installiert und soll Krankheiten wie Schadprogramme oder Viren erkennen und etwas dagegen unternehmen, das heißt, diese blockieren oder löschen. Die Antivirensoftware muss regelmäßig aktualisiert werden. Nur so garantiert sie einen zuverlässigen Gesundheitsschutz für den Computer.