Meine Spuren im Netz

Jeder Nutzer hinterlässt Spuren im Internet. Dafür sind die sogenannten Cookies verantwortlich. Das Lernmodul gibt Tipps, wie man mit Cookies umgeht.

Der Umgang mit Cookies

Meine Spuren im Netz

Thema:
Der Umgang mit Cookies
Kompetenz:
Beurteilungsvermögen
Zeitaufwand:
10 min

Prolog

Jeder Nutzer hinterlässt Spuren im Netz. Webseiten können sich an Anmeldedaten erinnern und Surfverhalten kann nachvollzogen werden. Verantwortlich dafür sind die sogenannten Cookies. Das folgende Beispiel von Paul und Lisa zeigt Ihnen, wie Sie es verhindern, ungewollt Spuren im Internet zu hinterlassen.

Surfen im Netz

Paul möchte seiner Freundin Lisa einen Heiratsantrag machen und sucht im Internet nach einem Verlobungsring. Nach intensiver Recherche in Online-Auktionshäusern und verschiedenen Online-Shops hat er genau den richtigen gefunden und freut sich schon darauf, Lisa bald zu überraschen.
Damit Lisa auf dem gemeinsamen Laptop nicht sieht, welche Seiten Paul als letztes besucht hat und so seinen Plan zufällig herausbekommt, löscht Paul sicherheitshalber den Browserverlauf.

Nichts bleibt unbemerkt

Doch als Paul sich wieder an den Laptop setzt, bemerkt er, dass ihm auf unterschiedlichen Webseiten sehr auffällige Werbung gezeigt wird: nämlich für Brautmode, Hochzeitsplaner und Juweliere. Das Internet „weiß“ also offensichtlich, dass bei Paul und Lisa eine Hochzeit ansteht. – Zum Glück hat Paul das bemerkt, bevor Lisa den Laptop wieder benutzt!

Hinweis

Man bekommt nicht immer sofort mit, welche Spuren man im Netz hinterlässt. In der Konsequenz kann das Internet für manch ungewollte Überraschung sorgen.

Cookies stecken dahinter

Wie kam es also dazu, dass plötzlich passgenaue Werbeanzeigen zu Pauls letzter Recherche angezeigt werden?

Paul hat den Seiten, die er besucht hat, erlaubt, auf seinem Computer Cookies abzulegen und damit beispielsweise Informationen über sein Surfverhalten zu speichern. Auf Basis dieser Informationen wurde ihm dann die personalisierte Werbung eingeblendet.

Für Paul haben die Cookies das Surfen bequemer gemacht, weil die von ihm besuchten Seiten ihn „wiedererkannt“ haben und er sich beispielsweise nicht immer wieder neu einloggen musste oder ihm passende Produktvorschläge gemacht wurden.

Auch setzt beispielsweise die Webseite des Online-Shops beim Kauf des Verlobungsrings einen Cookie, um sich zu merken, welcher Artikel in den Warenkorb gelegt wurde.

Hinweis

Cookies haben auch gute Seiten und helfen dabei, Webseiten benutzerfreundlich zu gestalten.

Browsereinstellungen überprüfen

Paul hat normalerweise nichts dagegen, dass Webseiten sich die gemachten Eingaben merken, da er die praktischen Vorzüge durchaus schätzt. Immerhin sind manche Webseiten ohne aktive Cookies nicht in vollem Umfang nutzbar.

Grundsätzlich deaktivieren möchte er die Cookies deshalb nicht.
In den entsprechenden Einstellungen der Internetoptionen seines Browsers sieht Paul, dass er sehr genau festlegen kann, wann er welche Cookies erlaubt und wann sie gelöscht werden sollen.

Er entscheidet sich daher erst einmal für die Einstellung, bei der die Cookies gelöscht werden, sobald er den Browser schließt. Mit nur wenigen Klicks sorgt er so dafür, dass nicht alle Seitenaufrufe, Sucheingaben, Einkäufe und Downloads von Dritten längerfristig protokolliert und zu Profilen zusammengestellt werden können.

Drittanbieter-Cookies

Bei seinen Einstellungen hat Paul auch gesehen, was verantwortlich für die Werbeeinblendungen ist. Er hatte „Cookies von Drittanbietern akzeptieren“ aktiviert.

Das führte dazu, dass beispielsweise ein sogenannter Werbeanbieter mithilfe von Cookies beobachten konnte, wenn Paul eine Webseite besuchte, auf der Werbebanner des Anbieters platziert sind.

So konnte der Werbeanbieter die vermeintlichen Interessen mitschneiden. Beim nächsten Besuch einer anderen Webseite mit Werbebannern des Anbieters kann dieser dann die passgenaue Werbung anzeigen.
Doch Ende gut – alles gut. Paul hat die Einstellungen seines Browsers angepasst und der Überraschung steht nichts mehr im Wege.

Was können Sie selbst tun?

Cookies sind zuerst einmal hilfreich, da sie oftmals für die Funktionsfähigkeit von Webseiten notwendig sind. Sie müssen sie nicht grundsätzlich deaktivieren.
Wählen Sie die Einstellungen Ihres Browsers so aus, dass diese Sie in Ihrem Surfverhalten nicht unangemessen einschränken und gleichzeitig Ihrem Bedürfnis nach Sicherheit im Netz entsprechen.
Richten Sie sich nach der Empfehlung, die Drittanbieter-Cookies zu deaktivieren und alle Cookies beim Beenden des Browsers zu löschen.

Unterkapitel:

Glossar

Browser/Webbrowser
So wie man durch Buchseiten blättert und im Buch schmökert, kann man auch durch Websites blättern und im Internet schmökern. Auf Englisch heißt das „to browse“. Deshalb heißt das Computerprogramm, mit dem man Websites ansehen und über Links von einer Website zur anderen gelangen kann, Browser oder auch Webbrowser. Der Browser von Microsoft ist der Internet Explorer.
Cookies
Beim Aufruf vieler Webseiten wird auf dem Computer ein Cookie (englisch für „Keks“) hinterlegt, der kleine Informationshäppchen enthält. Beim erneuten Besuch der Webseite werden die im Cookie gespeicherten Informationen übertragen und die Webseite wird dann mit nutzerspezifischen Voreinstellungen (wie Kundendaten etc.) aufgerufen. Das ist zwar praktisch, doch können so auch Profile über Surfgewohnheiten erstellt werden. Deshalb verzichten viele Nutzer auf den Genuss dieser besonderen Kekse und deaktivieren die Cookies.
Pop up
Pop-ups sind die kleinen Springteufel der Benutzeroberfläche. Selbsttätig springen sie als zusätzliches Fenster im Browser oder in einer Software auf und zeigen dem Nutzer entweder Werbung oder auch Nützliches wie eine Fehlermeldung oder einen Benutzerdialog. Da insbesondere die Werbe-Pop-ups im Internet die meisten Nutzer nerven, kann mithilfe eines Pop-up-Blockers verhindert werden, dass die lästigen Springteufel aus ihrer Kiste springen.