Konsequent eingreifen

Soziale Netzwerke bieten Nutzern die Gelegenheit, ihre eigene Meinung kundzutun und direkt mit anderen zu kommunizieren. Nicht immer werden dabei die Regeln des höflichen Miteinanders beachtet. In manchen Fällen wird sogar die Grenze zum Mobbing überschritten.

Mobbing im Netz

Konsequent eingreifen

Thema:
Mobbing im Netz
Kompetenz:
Normativ-ethische Einstellung
Zeitaufwand:
7 min

Prolog

Mobbing im Netz ist leider ein sehr präsentes Thema mit dem man nicht leichtfertig umgehen kann. Doch jeder einzelne kann schon etwas tun, um gegen diese Ungerechtigkeit anzukämpfen.

Freie Meinungsäußerung?

Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein wertvolles Gut, das in unserer Gesellschaft besonderen Schutz genießt. Doch hat die freie Meinungsäußerung auch Grenzen? Denn auch manche Nutzer sozialer Netzwerke, die andere Personen verbal attackieren, berufen sich auf dieses Recht, um ihre Äußerungen zu legitimieren.
Negative Kommentare
In sozialen Netzwerken kann doch jeder seine Meinung sagen. Das sieht man ja an vielen negativen oder beleidigenden Posts, Kommentaren oder Tweets im Netz. Dagegen kann ich doch nichts machen, oder?
Diese Antwort ist richtig. Auch das Recht auf freie Meinungsäußerung hat seine Grenzen. Wenn jemand eine andere Person beleidigt, schikaniert oder bedroht, gibt es in sozialen Netzwerken die Möglichkeit, das zu melden und Nutzer zu blockieren oder zu sperren.
Das ist nicht richtig. Auch wenn jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung hat, dürfen andere Personen nicht beleidigt, beschimpft oder bedroht werden.
Nein
Ja

Mobbing melden

Das Recht auf freie Meinungsäußerung gilt nicht uneingeschränkt. Wenn durch eine Äußerung die Interessen anderer verletzt werden, kann dieses Recht beschränkt werden. Beleidigungen, Bedrohungen und auch Rufschädigungen stellen eine solche Verletzung dar und sind daher nicht durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt. Dies gilt auch für soziale Netzwerke.
Wer in sozialen Netzwerken beleidigt oder bedroht wird, kann diesen Nutzer melden und blockieren, sodass er keine weiteren Nachrichten von ihm erhält. In schwerwiegenden Fällen werden mobbende Nutzer nach entsprechender Meldung auch vom Anbieter gesperrt.

Das eigene Verhalten

Soziale Netzwerke leben vom Miteinander der Nutzer, deren Verhalten maßgeblich dazu beiträgt, wie dieses Miteinander aussieht. Dazu gehört auch, in den entscheidenden Momenten Zivilcourage zu zeigen.
Vorbild sein reicht?
Reicht es nicht aus, wenn ich mich selbst einfach so verhalte, wie ich es mir auch von anderen wünsche?
Diese Antwort ist richtig. Das eigene respektvolle Verhalten ist zwar eine wichtige Grundlage für das positive Miteinander in sozialen Netzwerken, doch gegen Mobbing sind konkrete Maßnahmen erforderlich, die Opfer schützen und Täter stoppen.
Das ist leider nicht richtig. Denn manchmal ist es auch nötig, sich für andere einzusetzen oder sich schlechtem Verhalten entgegenzustellen.
Nein
Ja

Zivilcourage

Das eigene respektvolle Verhalten ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Miteinander in sozialen Netzwerken. Es gibt jedoch Fälle – und Mobbing ist so ein Fall –, in denen das allein nicht ausreicht. Dann ist es erforderlich, Zivilcourage zu zeigen und aktiv zu werden.

Wenn beispielsweise die beste Freundin ständig peinliche Fotos einer Mitschülerin postet, ist es wichtig, das nicht einfach stillschweigend hinzunehmen, sondern sie darauf anzusprechen und ihr klarzumachen, was daran falsch ist. Und in schwerwiegenden Fällen von Cybermobbing sollte niemand zögern, Mobbing-Täter zu melden und sich für Mobbing-Opfer und deren Schutz einzusetzen.

Was können Sie selbst tun?

Nehmen Sie Mobbing, das Sie beobachten, nicht stillschweigend hin.
Machen Sie andere auf ihr Verhalten aufmerksam, wenn es die Grenze zum Mobbing erreicht oder gar überschreitet.
Stehen Sie Mobbing-Opfern zur Seite.
Melden Sie Mobbing-Täter.
Sind Sie selbst Opfer, blockieren Sie den Täter, damit Sie keine weiteren Nachrichtenbekommen.
Klären Sie Ihre Kinder darüber auf, wie sie sich im Falle von Mobbing richtig verhalten.

Unterkapitel:

Glossar

Cybermobbing
Wird jemand über einen längeren Zeitraum beleidigt, schikaniert, bloßgestellt, diffamiert oder sogar bedroht, spricht man von Mobbing. Findet das Mobbing via Mobiltelefon oder im Internet statt (zum Beispiel in sozialen Netzwerken), wird es Cybermobbing genannt. Das Cybermobbing wird häufig als besonders quälend erlebt, weil viele Täter anonym bleiben und die Mobbingattacken via Internet zu jeder Zeit und an jedem Ort passieren können.
Kinder- und Jugendschutz
Wie eine schützende Hand, die Gefahren und Sorgen von einem Menschen fernhält, wacht die Kinder- und Jugendschutzsoftware darüber, dass Kinder und Jugendliche nur altersgerechte Onlineangebote nutzen, wenn sie im Internet surfen. Nicht altersgerechte Angebote werden von der Software blockiert. Je nach Alter des Kindes kann von den Erwachsenen bestimmt werden, welche Angebote blockiert werden sollen und welche nicht.
soziale Netzwerke
So wie Menschen sich gern zum Kaffeeklatsch oder zum Sport treffen, suchen sie auch im Internet die Gemeinschaft mit anderen. Den Ort dafür bieten soziale Netzwerke. Das sind virtuelle Gemeinschaften mit einer Onlineplattform als Treffpunkt. Dort können die Mitglieder des Netzwerkes ein persönliches (für andere sichtbares) Profil von sich erstellen, die Profile der anderen Mitglieder sehen, mit ihnen kommunizieren und sich austauschen. Das bekannteste soziale Netzwerk ist Facebook.