IDC-Studie: In fünf Jahren ist IT-Wissen in neun von zehn Jobs eine Schlüsselqualifikation
Weniger als zehn Prozent aller Jobs werden 2014 ohne IT-Kenntnisse auskommen. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Studie des Analystenhauses IDC im Auftrag von Microsoft, einem der Gründungspartner der deutschen Qualifizierungsinitiative IT-Fitness, die bis Ende 2010 vier Millionen Menschen in Deutschland kostenlos berufsrelevante IT-Basiskenntnisse vermitteln möchte.
Im Herbst 2009 befragte IDC dazu 1.000 Personalentscheider aus 13 EU-Ländern* zur Bedeutung von IT-Basiskenntnissen für den beruflichen Erfolg in der heutigen und der zukünftigen Arbeitswelt.
Gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatte Microsoft Deutschland im Rahmen der Initiative IT-Fitness Anfang November 2009 eine neue kostenfreie
Lernplattform gestartet, die die Beschäftigungsfähigkeit und das wirtschaftliche Wachstum vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen fördern soll. Denn bereits heute arbeiten über zwei Drittel aller Menschen in Deutschland mit PC und Internet.
Die Ergebnisse im Überblick
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Die Bedeutung von IT-Kenntnissen nimmt auf dem europäischen Arbeitsmarkt weiter zu: In neun von zehn Berufen wird zukünftig PC-Wissen benötigt. Etwa die Hälfte der Personalverantwortlichen gab an, dass für immer mehr Jobs IT-Kenntnisse eine Grundvoraussetzung sind. Diese Entwicklung sei unabhängig von der derzeitigen Wirtschaftkrise, sondern bedingt durch den steigenden Einsatz von Informationstechnologie in Unternehmen.
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IT-Basiskenntnisse sind laut deutschen Personalentscheidern wichtig für den Unternehmenserfolg: Schon 2008 wurden laut Statistischem Bundesamt in Deutschland in 84 Prozent aller Unternehmen PC und Internet eingesetzt. Auf einer Skala von 1 bis 5, wobei 5 für absolut geschäftkritisch steht, vergaben deutsche Personalverantwortliche daher im Durchschnitt 4,1 Punkte für IT-Basiskenntnisse. Die Unternehmensentscheider erwarten zudem, dass bei der Auswahl von Bewerbern in den kommenden fünf Jahren IT-Kompetenz als Schlüsselqualifikation mehr Bedeutung zukommen wird. 80 Prozent werden 2014 im Einstellungsprozess auf IT-Kompetenz als Entscheidungskriterium achten.
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Nach Einschätzung der befragten Personalverantwortlichen verstärkt sich der berufliche digitale Graben in Europa: Im Jahr 2014 wird Deutschland noch immer 13 Prozent Arbeitnehmer ohne IT-Basiskenntnisse haben. Damit wird Deutschland in fünf Jahren deutlich unter dem EU-weiten Durchschnitt von 9,5 Prozent liegen. Während andere Länder den Anteil an „IT-Analphabeten“ in den kommenden Jahren signifikant reduzieren können, stagniert Deutschland mit 13 Prozent unqualifizierter Arbeitskräfte auf fast unverändert hohem Niveau. Deutschland verliert so den Anschluss an Westeuropa.
„Die Einschätzung der Personalverantwortlichen ist besorgniserregend. Im Hinblick auf berufsrelevante IT-Kenntnisse wird der digitale Graben zwischen Deutschland und anderen europäischen Staaten größer“, warnt Achim Berg, Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness und Vorsitzender der Geschäftsführung der Microsoft Deutschland GmbH. „Während andere Länder den Anteil an IT-Analphabeten in den kommenden Jahren signifikant reduzieren können, verliert Deutschland den Anschluss an Westeuropa.“
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Große Nachfrage nach Qualifizierungsmaßnahmen in Deutschland: Laut den deutschen Personalverantwortlichen ist der Bedarf nach IT-Weiterbildung gleichbleibend hoch. Fast jeder zweite Personalentscheider sieht aber auch in fünf Jahren noch Schulungsbedarf bei IT-Basiskenntnissen. Im Einzel- und Großhandel und in der öffentlichen Verwaltung sei die Nachfrage mit mehr als 50 Prozent am größten. Obwohl die Personalentscheider den wachsenden Bedarf an IT-Qualifizierung erkennen, besteht bei den Unternehmen jedoch wenig Bereitschaft, in Schulungen zu investieren. Bei der Vermittlung von IT-Basiskenntnissen sei vor allem das Bildungssystem gefordert. Mehr als die Hälfte der Befragten sprechen sich für eine stärkere Integration von IT-Kursen schon ab dem Vorschulalter und eine bessere Einbindung des Elternhauses aus.
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Die Bedeutung von Zertifizierungen von IT-Kenntnissen für die berufliche Entwicklung nimmt zu: Davon ist die mehr als die Hälfte der befragten Unternehmensentscheider überzeugt. Mehr als 20 Prozent halten die Zertifizierung ihrer Mitarbeiter für unverzichtbar, um mit den neuen Anforderungen mithalten zu können. Das gelte sowohl für bestehende Arbeitsverhältnisse als auch für Neueinstellungen.
“Bewerben sich zwei Personen auf eine Stelle und weisen die gleichen Qualifikationen auf, dann entscheide ich mich für die Person, die bessere IT-Kenntnisse besitzt“, bekräftigt Tim Ackermann. Er ist Regional HR Director Eastern Europe, Africa & Direct Markets bei der Swarovski AG und verantwortlich für 250 Mitarbeiter.
Weitere Informationen zur IDC-Studie, der Initiative IT-Fitness und der Bedeutung der Lernplattform finden Sie unter:
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* Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn.