Forsa-Studie: Zu wenig Computereinsatz an Schulen
Zwei Drittel der Schüler an deutschen Schulen arbeitet im Unterricht kaum mit dem Computer. Das ergab eine Umfrage von Forsa im Auftrag von IT-Fitness unter 1.001 Schülerinnen und Schülern (Umfrage im Winter 2007). 28 Prozent der Befragten arbeiten im Unterricht gar nicht mit dem Computer, weitere 36 Prozent weniger als zwei Schulstunden in der Woche.
Einsatz des Computers im Internet - Stunden pro Woche
Insbesondere von einer fächerübergreifenden Nutzung des PCs im Unterricht sind die Schulen noch weit entfernt: Nur im Informatikunterricht kommen die Rechner nach Angaben der Schüler „häufig“ zum Einsatz (68 Prozent). Andere Fächer wie Wirtschaft (20 Prozent), Physik (19 Prozent) oder Mathematik (18 Prozent) folgen erst mit großem Abstand. Noch seltener werden neue Medien im Sprachunterricht eingesetzt.
Bewertung der Computerkenntnisse ihrer Lehrer
Auch die IT-Kompetenz der Lehrer ist nach Ansicht der Schüler verbesserungswürdig: Nur ein Drittel der Lehrer bekommt die Note gut (28 Prozent) oder sehr gut (4 Prozent) für ihren Umgang mit Computer und Internet. Im Durchschnitt stufen die Schüler die Kenntnisse ihrer Lehrer als „befriedigend“ ein. Vor allem von älteren Pädagogen glauben die Schüler, dass sie nicht fit im Umgang mit IT seien. Achim Berg, Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness und Geschäftsführer Microsoft Deutschland, sieht in Anbetracht der Studienergebnissen Handlungsbedarf: „Ziel muss eine systematische Vermittlung von Computerkenntnissen in der Schule sein. Das beginnt mit einem fächerübergreifenden Einsatz von PCs, der Weiterbildung und Ausbildung der Lehrer aber auch einer gewissen Freiheit für die Schulen neue Wege zu gehen. Und dazu möchten wir mit der Initiative IT-Fitness einen Beitrag leisten.“
Die vollständige Pressemeldung zur Studie sowie weitere Grafiken zu den Studienergebnissen finden Sie hier.