Kolumnenarchiv

15. Juni 2010: Gute Medien-Ausstattung – fehlendes IT-Wissen
Hans-Jürgen Gorsler, Medienreferent des Landes Niedersachsen für allgemein bildende Schulen

durch das Konjunkturpaket II der Bundesregierung erhalten die rund 3.100 allgemein bildenden Schulen des Landes Niedersachsen 36 Millionen Euro für die Medienausstattung. Dieser Betrag wird in mobiles Lernen investiert. Das bedeutet neben der Vernetzung der Schulen auch mehr Note- und Netbooks sowie interaktive Tafeln für den Unterricht – und das von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Doch was nützen die modernen Medien, wenn es an dem richtigen Umgang mit ihnen mangelt? So können wir mit dem Konjunkturpaket II die Schulen zwar mit neuen Technologien ausstatten, aber das Geld nicht für die Fortbildung von Lehrern ausgeben. Die Folge: Die nicht zufriedenstellende Medienkompetenz der Pädagogen überträgt sich auf die Schüler. Die jungen Menschen können chatten und spielen, aber den PC sinnvoll im Unterricht einsetzen – an dem Wissen fehlt es häufig. Von daher wundere ich mich auch nicht, dass Schüler nicht so gut bei dem IT-Fitness-Test der Initiative IT-Fitness abgeschnitten haben.

Die Schüler müssen die Chancen und Risiken erkennen lernen, die der Umgang mit neuen Medien mit sich bringt. Dafür müssen die Lehrer entsprechend ausgebildet werden – möglichst schon in der Universität und in den Seminaren, in denen sie gezielt geschult werden, wie man Medien erfolgreich und sinnvoll in die verschiedenen Unterrichtsfächer einbinden kann.

Kostenlose Trainingsportale wie die Lernplattform der Initiative IT-Fitness „Fit für den Aufschwung“ stellen hierbei eine gute Motivationshilfe dar. Schüler und auch Lehrer können sich mit ihrer Hilfe unkompliziert und kostenfrei programmspezifisches Wissen aneignen und sich Zertifikate erarbeiten. Das ist sehr positiv und die Grundvoraussetzung, mit IT umgehen zu lernen. Die Lernplattform der Initiative IT-Fitness könnte von den Schulen auch sehr gut in den Nachmittagsunterricht oder in IT-AGs oder in wahlfreie Informatikkurse eingebunden werden.

Auf dem Bildungsportal des Vereins n-21 weisen wir bereits auf sie hin.

Schüler mit der nötigen Medienkompetenz auszurüsten – das ist eine der qualitativen Grundlagen, die eine allgemein bildende Schule heutzutage leisten muss. Das Land Niedersachsen ist auf einem sehr guten Weg, dieser Anforderung bestmöglich nachzukommen.

Ihr

Hans-Jürgen Gorsler
Medienreferent des Landes Niedersachsen für allgemein bildende Schulen

 

15. Mai 2010: Zu wenig IT-Angebote an Schulen
Morten Hendricks, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des IBI – Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft, Berlin und Organisator des Deutschen Bildungsmedien-Preises digita

Stellen Sie sich vor, Sie hätten sich Rechnen, Schreiben und Lesen selbst beibringen sollen. Ein merkwürdiger Gedanke. Aber genauso verhält es sich heutzutage beim Erlernen von IT-Kenntnissen. Eigentlich gehört die Vermittlung vom richtigen Umgang mit Informationstechnologien auf die Stundenpläne. Aber an unseren allgemeinbildenden Schulen gibt es diesbezüglich zu wenig Angebote; vielmehr herrscht ein großer Nachholbedarf. Wen wundert es da, dass sich die Schüler ihre Kenntnisse größtenteils selbst aneignen müssen. Doch die reichen für ihren weiteren Werdegang häufig nicht aus. Das stellen wir auch hier an der Technischen Universität in Berlin fest. Viele Studenten nutzen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von PowerPoint oder gar von Excel bei weitem nicht aus.

Um dies zu ändern, ist eine gute Lehrerbildung gefragt und der Wille an allgemeinbildenden Schulen, sich den Informationstechnologien gegenüber stärker zu öffnen. Seit Jahren beobachten wir dieses Feld: Im Gegensatz zu berufsbildenden Schulen bewegen sich die allgemeinbildenden Schulen zu langsam. Natürlich gibt es allgemeinbildende Schulen, die in Sachen IT sehr fortschrittlich sind. Aber im Großen und Ganzen gesehen, hat man das Gefühl, es handle sich eher um Modellversuche.

Von daher finde ich es sehr gut, dass es Public-Private-Partnership-Angebote gibt, von denen alle etwas haben – wie die Initiative IT-Fitness mit „Fit für den Aufschwung“. Die daran angeknüpfte Lernplattform vermittelt wichtige Basiskenntnisse z. B. über Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation. Neben den gut gestalteten Lerninhalten ist die Darbietung des Trainingsportals auf sehr hohem Niveau. Zum Beispiel spricht ein Moderator mit dem Lernenden und es werden Videos gezeigt – bei dieser medialen Aufbereitung hat man gar nicht das Gefühl, im Internet zu sein, sondern mit einer Lern-CD zu arbeiten. Nicht umsonst hat die Initiative den digita erhalten. „Fit für den Aufschwung“ ist wirklich gut gemacht.

Für die Erlangung der IT-Kenntnisse, die sie vermittelt, muss niemand extra einen Präsenzkurs absolvieren. Aber beherrschen muss man dieses IT-Know-how – egal ob als Sekretärin, Lehrer oder Handwerker. Schließlich gibt es heutzutage kaum noch einen Job, der ohne IT auskommt. Denn moderne Technologien sind echte Arbeitserleichterer.

Ihr

Morten Hendricks

Wissenschaftlicher Mitarbeiter des IBI – Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft, Berlin und Organisator des Deutschen Bildungsmedien-Preises digita


15. April 2010: Engagement für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland
Prof. Dr. Georg Cremer, Generalsekretär und Vorstand Sozial- und Fachpolitik Deutscher Caritasverband e.V.

In Deutschland gibt es viele Kinder und Jugendliche, die ganz selbstverständlich mit einem Computer aufwachsen. „Digital Natives“ wird diese Gruppe genannt. Doch leider gibt es nach wie vor eine große Zahl junger Menschen, deren IT-Kenntnisse nicht ausreichen, um den Anforderungen des Arbeitsalltags gewachsen zu sein. Gemeinsam mit der Initiative IT-Fitness will der Deutsche Caritasverband erreichen, dass mehr Jugendliche und junge Erwachsene die gängigen Formen der modernen IT-Technik beherrschen.

Für den Deutschen Caritasverband ist es schon immer ein zentrales Anliegen, benachteiligte Kinder und Jugendliche zu stärken. Sie sollen ihr Leben später selbst in die Hand nehmen können. Rund 1,7 Millionen Kinder bis 15 Jahre wachsen in Deutschland in Haushalten auf, die auf den Bezug staatlicher Transferleistungen angewiesen sind. So unterschiedlich die Bildungssituation ihrer Eltern ist, diese Kinder haben aufgrund eingeschränkter finanzieller Ressourcen in der Familie schlechtere Bildungschancen.

In einem Land, das wesentlich von der Innovation und dem Potential seiner Einwohner lebt, ist es nicht hinnehmbar, Kinder und Jugendliche schon früh von Bildung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft auszuschließen. Die Hilfen und die Unterstützung, die diese jungen Menschen brauchen, sind sicher vielfältig. Eine Stärkung ihrer IT-Kenntnisse gehört ganz wesentlich dazu, wenn sie nicht den Anschluss an die moderne Informations- und Kommunikationsgesellschaft verlieren sollen. Deshalb haben wir mit der Initiative, mit der Microsoft und Partner bereits seit März 2007 erfolgreich arbeiten, eine Allianz geschlossen. In rund 50 Caritas-Einrichtungen können wir nun Interessierten kostenlos IT-Lernressourcen zur Verfügung stellen. Eigens dafür geschulte Caritasmitarbeiter betreuen die betreffenden Kinder und Jugendlichen.

Weil wir wissen, wie wichtig Sprache für das Lernen und Verstehen ist, haben wir unsere  Bildungsangebote um einen weiteren Baustein ausgeweitet. Die Initiative Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache, ebenfalls von Microsoft ins Leben gerufen, fördert die Sprachkenntnisse von Kindern in Kindertageseinrichtungen auf spielerische Weise. Es trägt dazu bei, dass Kinder, für die der Umgang mit der deutschen Sprache nicht selbstverständlich ist, sehr früh gefördert werden können. In 76 Caritas-Kindergärten bieten
wir das Sprach-Lernprogramm inzwischen an.

Das Engagement des Deutschen Caritasverbandes in erfolgreichen Initiativen wie diesen ist ein Beispiel dafür, wie das Miteinander von Akteuren aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft zu mehr Bildungsgerechtigkeit in diesem Land beitragen kann. Dabei stehen die im Mittelpunkt, die die Zukunft unseres Landes sind: Kinder und Jugendliche.

Ihr

Prof. Dr. Georg Cremer
Generalsekretär und Vorstand Sozial- und Fachpolitik
Deutscher Caritasverband e.V. 

 

15. Dezember 2009: IT-Basisqualifikation im modernen Arbeitsmarkt
Michael Johnigk, Beiratsmitglied der Initiative IT-Fitness und Vorstandsmitglied der SIGNAL IDUNA

Eine TNS-Umfrage unter Personalentscheidern vor 2 Jahren ergab, dass fast die Hälfte der Auszubildenden keine ausreichenden Kenntnisse am Computer hätten. Das trifft auf die Auszubildenden der SIGNAL IDUNA Gruppe nicht zu. Sie waren auch schon in den letzten Jahren allesamt gut vorgebildet. Ein deutlicher Zuwachs zeigt sich in der Internet-Kompetenz. Dort bringen die Auszubildenden mittlerweile reichlich Erfahrung mit, können mit Mail, Browser und Suchmaschinen umgehen und nutzen die entsprechende Software selbstverständlich. Bei den Office-Anwendungen werden alle Programme jedoch nur sehr rudimentär bzw. nur mit den Grundfunktionen genutzt. Vertiefte Kenntnisse zur Bewältigung komplexer Aufgaben sind oft nicht gegeben.

Die SIGNAL IDUNA Gruppe legt sehr viel Wert auf Anwenderkenntnisse in den Bereichen Textverarbeitung, E-Mail und Internet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Spezialistenfunktionen müssen darüber hinaus auch Kenntnisse in Tabellenkalkulation oder Präsentation mitbringen. Ferner muss die Belegschaft in den versicherungsfachlichen Bereichen viele Großrechneranwendungen, aber auch zunehmend individuelle Problemlösungen mit Office-Software, beherrschen.

Deshalb fördern wir IT-Wissen. In der Weiterbildung bestehen ein offenes Seminarangebot und ein Lernstudio mit Selbstlernprogrammen, die sich auch an ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden.

IT-Anwendungen und die Benutzung dieser nehmen im Berufsleben einen immer höheren Stellenwert ein. IT-Wissen ist bei Bewerbern und Mitarbeitern somit eine Grundvoraussetzung für die tagtägliche Arbeit in unserer Versicherungsgruppe.

Computerwissen qualifiziert für die Zukunft. Es gibt kaum einen Beruf, in dem keine IT-Kenntnisse verlangt werden. Die Informationstechnologie ist heute allgegenwärtig und sowohl beruflich als auch privat wird der sichere Umgang mit Computern und dem Internet immer wichtiger. Im Berufsleben erhöhen Kompetenzen im Bereich IT die Chancen, sich auf dem Arbeitsmarkt von anderen abzuheben und begehrte Jobs zu bekommen.

Ihr

Michael Johnigk
Beiratsmitglied der Initiative IT-Fitness und Vorstandsmitglied der SIGNAL IDUNA



15. Sepetmber 2009: Deutschland ist nicht fit für das digitale Zeitalter
Achim Berg, Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness
Vorsitzender der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland GmbH

Über zwei Millionen Menschen in Deutschland haben in den vergangenen zwei Jahren ihren IT-Kenntnisstand mit Hilfe des IT-Fitness-Tests überprüft. Eine tolle Resonanz, die auf eine hohe Motivation schließen lässt. Weniger erfreulich dagegen sind die Auswertungen von 120.000 Tests, die wir aktuell anonymisiert vorgenommen haben.

Das Ergebnis ist sehr ernüchternd. Im Durchschnitt beantworteten die Teilnehmer jede dritte Frage zu berufsrelevantem IT-Basiswissen falsch. Was ich besorgniserregend finde: Besonders mangelhaft sind die IT-Kenntnisse von Schülern und Auszubildenden. Woran das liegt? Die unter 20-Jährigen nutzen den PC zwar sehr aktiv, aber leider nur zum Chatten und Spielen. Der sinnvolle Gebrauch des PCs dagegen bleibt auf der Strecke.

Das liegt sicherlich nicht an den Jugendlichen allein. Vielmehr ist die Einbindung des PCs in den Schulunterricht immer noch keine Selbstverständlichkeit. Vier von fünf Lehrern haben noch immer eine Hemmschwelle, was den PC als Lernwerkzeug anbelangt, so eine OECD-Studie. Ihre passive Einstellung moderner Technologien gegenüber zeigt auch unsere Auswertung. Denn nur knapp 500 von insgesamt 700.000 Lehrern in Deutschland haben insgesamt an dem Test teilgenommen. Das heißt: Werden den Jugendlichen keine zusätzlichen IT-Weiterbildungsangebote unterbreitet, ist unsere nächste Generation an Arbeitskräften nicht auf die Herausforderungen einer modernen Industrie vorbereitet. Das würde fatale Folgen für die deutsche Wirtschaft bedeuten. Denn, so hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ergeben: gewinnbringende Produktionssteigerungen sind zu 75 Prozent auf den Einsatz von IT zurückzuführen.

Eine große Wissenslücke in Sachen IT-Wissen weisen auch Arbeitsuchende auf. Das ist besonders problematisch, weil IT-Kenntnisse am Arbeitsplatz eine Grundvoraussetzung darstellen – auch bei IT-fernen Berufen. Bei der Testauswertung konnten wir sogar Zusammenhänge zwischen IT-Qualifizierung und Armutsrisiko herstellen. So schneiden die Teilnehmer aus Bundesländern mit hohen Armutsquoten besonders schlecht ab. Ein Teufelskreis: eine mangelnde Qualifizierung verringert die Berufschancen. Das wiederum vergrößert das Armutsrisiko. Hier können nur weiterbildende Maßnahmen helfen.

Mit diesen Ergebnissen dürfen wir uns nicht zufrieden geben. In einem Zukunftspakt von Wirtschaft, Politik und Verbänden, der die Weiterbildung der IT-Kompetenzen der Menschen in Deutschland beschleunigt, sehe ich die Lösung. Nur so wahren wir die Zukunfts- und Wettbewerbschancen für unser Land im digitalen Zeitalter.

Ihr

Achim Berg
Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness
Vorsitzender der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland GmbH

 

15.11.2008: IT-Qualifizierung auch für erfahrene Arbeitnehmer
Achim Berg, Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness
Vorsitzender der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland GmbH

Vor kurzem feierte IT-Fitness Geburtstag! Am 6. November 2006 hatte Microsoft-Gründer Bill Gates die Qualifizierungsinitiative ins Leben gerufen. Jetzt, zwei Jahre später, blicken wir auf viele erfolgreiche Projekte zurück. Über eine Million Menschen haben wir bisher durch unsere Trainingsmaßnahmen erreicht. Unser Ziel bleibt ehrgeizig: Insgesamt möchten wir vier Millionen Menschen in Deutschland bis 2010 mit IT-Kenntnissen qualifizieren.

Im kommenden Jahr werden wir das Angebot für kostenlose Weiterbildungskurse ausbauen. Dazu zählen auch Maßnahmen für ältere Beschäftigte in Kooperation mit der Deutschen Bahn sowie zum Beispiel gezielte Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund oder berufliche Wiedereinsteiger. Mit der Weiterentwicklung unserer Schulungsangebote möchten wir auch erfahrene Arbeitnehmer dabei unterstützen, ihre Beschäftigungsfähigkeit zu sichern oder ihre Jobchancen zu erhöhen. Denn berufliche Weiterbildung zahlt sich dreifach aus: für Arbeitnehmer, Unternehmen und die Volkswirtschaft! Das belegt eine aktuelle Studie des DIW in unserem Auftrag. Leider zeigt die Untersuchung auch, dass Deutschland im europäischen Vergleich hinterherhinkt:  Bisher entgehen Deutschland noch 4,5 Milliarden jährlich durch fehlende Weiterbildungsmaßnahmen. Jeder Beschäftigte könnte zwei Prozent mehr verdienen, wenn dieses Potenzial genutzt würde.

Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die IT-Qualifizierung ein. In Europa gehen laut der Studie rund 75 Prozent des Wachstums der Arbeitsproduktivität auf IT-Investitionen zurück. Dabei geht es um mehr als die zeitnahe Schulung von IT-Experten. Auch in vielen traditionellen Handwerksberufen gehört der Umgang mit dem Computer längst zum Arbeitsalltag und entscheidet über berufliche (Wieder-)Einstiegs- und Aufstiegschancen. Ohne grundlegende PC-Kenntnisse steigt das Risiko, dass die Erwerbstätigkeit in einer Sackgasse endet, eventuell sogar schon bevor sie startet.

Doppelt betroffen ist, wer keinen Schul- oder Berufsabschluss hat. Die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung hängt maßgeblich vom Bildungsabschluss ab. Von den elf Prozent der Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss bilden sich lediglich acht Prozent weiter, beziehungsweise erhalten die Chance dazu. Das ist zu wenig.
Hinzu kommt: Allein der demographische Wandel zwingt uns, stärker auf die Generation 50+ zu setzen und diese gezielt – auch im Umgang mit IT – weiterzubilden.

Unternehmen und Politik müssen ihr Engagement daher verstärken, wenn wir nicht einen Teil der Bevölkerung und ihre Produktivität auf dem Weg in die Informations- und Wissensgesellschaft verlieren wollen. In diesem Sinne darf ich Angela Merkels Devise zum letzten Bildungsgipfel erweitern: „Wohlstand für alle heißt heute auch: „digitale“ Bildung für alle.“

Ihr


Achim Berg
Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness
Vorsitzender der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland GmbH

 

15.05.2008: Der IT-Fitness-Test unterstützt Bewerberinnen und Bewerber bei der realistischen Einschätzung ihrer IT-Kenntnisse
Klaus Oks, Leiter des Geschäftsbereichs Aktive Arbeitsförderung bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg AG

Klaus OksDie Beschäftigung entwickelt sich im Frühjahr 2008 erfreulich. Neben der saisonalen Entlastung profitieren wir zusätzlich vom konjunkturellen Schub des letzten Jahres. Dass IT-Kompetenzen die Berufschancen erhöhen, beherzigen viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Eine TNS-Infratest-Studie aus dem Jahr 2007 zeigt: Rund 60 Prozent der Befragten setzen den Computer aktiv im Beruf ein. 75 Prozent denken, dass IT-Kenntnisse die Jobchancen erhöhen. Personalentscheider fragen bei den Mitarbeitern und Bewerbern daher gezielt nach IT-Qualifikationen. Wir haben die bei uns gemeldeten Stellen ausgewertet und geprüft, welche konkreten Anforderungen Arbeitgeber an die IT-Kompetenz ihrer Bewerber stellen: Am häufigsten werden Kenntnisse in der Textverarbeitung (42 Prozent) benötig, gefolgt von Erfahrung mit Tabellenkalkulation (40 Prozent). Seltener tauchen im Anforderungsprofil Kenntnisse im Präsentationsprogramm (12 Prozent) und Datenbankverwaltung (5 Prozent) auf. Um zu prüfen, wie gut die IT-Kenntnisse der Bewerber tatsächlich sind, setzt die Bundesagentur für Arbeit seit einem halben Jahr den IT-Fitness-Test ein. Unsere Fachkräfte in den Agenturen beurteilen mithilfe der „fIT-Urkunde“ die IT-Kenntnisse der Kundinnen und Kunden und schlagen auf Basis der Testergebnisse individuelle Qualifizierungsangebote vor. Der Test und weitere praxisnahe Übungen können über unsere Lernwerkstatt auf http://www.ba.neues-lernen.de/ in Anspruch genommen werden. Die Online-Plattform verlinkt auf kostenfreie Lernangebote im Internet. Interessierte können beispielsweise mithilfe kleiner Lerneinheiten üben, was bei einer Existenzgründung beachtet werden sollte, wie ein anspruchsvoller Geschäftsbrief aussieht oder wie Daten auf dem Computer am besten zu verwalten sind. Die große Resonanz zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind – daher bauen wir unser eLearning-Angebot weiter aus. Wir möchten noch mehr Menschen dabei unterstützen, wichtige Schlüsselqualifikationen zu erwerben, die für einen guten Start oder Wiedereintritt in das Berufsleben Voraussetzung sind.

Ihr

Klaus Oks
Mitglied des Beirats der Initiative IT-Fitness und Leiter des Geschäftsbereichs Aktive Arbeitsförderung bei der Bundesagentur für Arbeit in NürnbergAG

 

 

15.01.2008: Den Nachwuchs für neue Technologien begeistern
Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident BITKOM, Gründer der IDS Scheer AG

August-Wilhelm ScheerInformations- und Kommunikationstechnologien (ITK) sind Schlüsselfaktoren für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im 21. Jahrhundert. Know-how im Umgang mit diesen Technologien ist nicht nur in der ITK-Branche selbst gefragt. ITK ist eine Querschnittstechnologie, die Innovationen in vielen anderen Wirtschaftszweigen vorantreibt – von der Autoindustrie über den Maschinenbau bis hin zur Finanzwirtschaft. Entsprechend groß ist der Bedarf an IT-Fachleuten. Derzeit gibt es rund 43.000 offene Stellen für IT-Experten in der gesamten deutschen Wirtschaft. Die Unternehmen brauchen aber nicht nur ausgewiesene Spezialisten wie Programmierer oder IT-Berater. Kenntnisse im Umgang mit Computer und Internet sind in unserer heutigen Lebens- und Arbeitswelt eine Basiskompetenz wie Rechnen, Schreiben oder die Beherrschung einer Fremdsprache.
Die Vermittlung von Computerkenntnissen und der verantwortungsvolle Umgang mit den neuen Medien ist eine Kernaufgabe der Schulen. Leider sind viele Bildungseinrichtungen nicht in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen. Die Leistungen vieler Schulabgänger reichen nicht aus, um den Anforderungen in der Berufsausbildung oder in der Hochschule gerecht zu werden. Die Reformen des Bildungssystems müssen deshalb mit Nachdruck fortgeführt werden. Eine zentrale Frage lautet: Wie begeistern wir mehr Jugendliche für technische Themen und interessieren sie für eine Berufswahl in diesem Feld?
Der BITKOM setzt sich in diesem Zusammenhang für mehr Unterricht in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern und die Einführung eines Pflichtfachs Informatik in der Sekundarstufe I ein. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM sprachen sich 78 Prozent der Eltern für die Einführung eines Pflichtfachs Informatik aus. Unter den Schülern befürworten das 52 Prozent, 24 Prozent sind unentschlossen und nur 22 Prozent sind dagegen.
Computer und Internet gehören aber nicht nur in den Informatikunterricht, sondern sollten als normale Lernwerkzeuge in allen Fächern zum Einsatz kommen. Entsprechend geschult müssen die Lehrer sein. Kaum eine andere Berufsgruppe hat eine so wichtige strategische Rolle für die Zukunft der Informationsgesellschaft. Lehrkräfte können die Schüler nur dann erfolgreich auf lebenslanges Lernen vorbereiten, wenn sie dies selbst konsequent tun.
Allerdings reicht es vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nicht aus, den Nachwuchs stärker zu fördern. Angesichts der sich rasant weiterentwickelnden Technologien muss auch die Kompetenz der derzeitigen Berufstätigen erhalten werden. Die Sicherung des lebenslangen Lernens wird zu einer zentralen Aufgabe der Unternehmen. Denn ein Ausstieg aus dem Lernprozess kann für die Mitarbeiter nach wenigen Jahren zum faktischen Verlust der Beschäftigungsfähigkeit führen. Für die Unternehmen bedeutet dies gleichzeitig einen massiven Verlust von Wettbewerbsfähigkeit. Damit stehen wir vor der Aufgabe, das Bildungssystem entlang der „Lernbiographie“ eines Menschen – vom Kindesalter bis zum Ende der Berufstätigkeit – auf Schwachstellen zu überprüfen und entsprechende Lösungen zu finden.
Genau hier setzt die Initiative IT-Fitness an, die der BITKOM als Partner unterstützt. Dank des unkomplizierten Zugangs und seines didaktischen Konzepts kann IT-Fitness als umfassendes Angebot zur IT-Breitenbildung verstanden werden. Und so leistet sie nicht zuletzt einen Beitrag zur Stärkung einer innovativen Hightech-Wirtschaft in Deutschland.

Ihr

Prof. August-Wilhelm Scheer
Präsident BITKOM, Gründer der IDS Scheer AG



 

12.11.2007: IT-Fitness macht unsere Mitarbeiter mobil
Margret Suckale, Vorstand Personal und Recht, Deutsche Bahn AG

Die Deutsche Bahn AG beschäftigt über 240.000 Mitarbeiter, davon allein in Deutschland rund 190.000. An kaum einem Arbeitsplatz kommt man bei der Deutschen Bahn noch ohne IT-Systeme und PC-Wissen aus. Um nur einige Beispiele zu nennen: Bei der Steuerung elektronischer Stellwerke, der Erfassung und Abfertigung von Ladungen im Güterverkehr und natürlich auch bei der Bedienung der Verkaufs- und Informationssysteme für Kunden im Regional- und Fernverkehr wird mit dem Computer gearbeitet. PC-Kenntnisse sind entscheidend für die berufliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und den Geschäftserfolg unseres Unternehmens.
Aus diesem Grund stellen wir unseren Mitarbeitern im Intranet den IT-Fitness-Test zur Verfügung. So kann jeder sein IT-Wissen überprüfen und sich über Online-Weiterbildungen informieren. Wir planen, den IT-Fitness-Test künftig zum festen Lernbestandteil für unsere Auszubildenden und alle 500 „Chance plus“-Praktikanten zu machen. „Chance plus“ ist ein sehr erfolgreiches Qualifizierungsprogramm, das bedingt ausbildungsfähige Jugendliche in elf Monaten auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet.
Für Jugendliche, die sich auf den Übergang von der Schule in den Beruf vorbereiten, ist IT-Wissen besonders wichtig. Die Deutsche Bahn hat derzeit rund 8.100 Auszubildende und ist damit einer der größten Ausbildungsbetriebe in Deutschland. Im September haben wir Kooperationen mit 40 Schulen in Berlin gestartet: Im Rahmen dieses Pilotprojekts werden Schülerinnen und Schülern ab der siebten Klasse beispielsweise Praktika, Bewerbungstrainings und IT-Fitness-Tests angeboten. Außerdem unterstützt die Bahn Schülerzeitungen und ermöglicht Einblicke in die verschiedensten Berufsfelder.
Gemeinsam mit der Initiative IT-Fitness haben wir außerdem die „fIT-Box“ entwickelt: Sie bietet Lehrern verschiedene Lernmaterialien an, mit denen sie ihren Schülern die Bedeutung von IT-Wissen im Berufsalltag aufzeigen können. Die „fIT-Box“ ist ein neues IT-Fitness-Trainingsprojekt. Die Unterrichtsdokumente informieren spielerisch und praxisnah über die Bedeutung von IT im Beruf und in der Ausbildung. Mit diesen und anderen Projekten wollen wir Jugendlichen die Berufsorientierung und den Einstieg in den Beruf erleichtern – dafür engagieren wir uns gerne!

Ihre

Margret Suckale
Vorstand Personal und Recht, Deutsche Bahn AG

 

 

12.08.2007: IT-Fitness sichert die Zukunft des Handwerks
Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des ZDH

Handwerk ist Zukunft. Handwerk ist modern. Handwerk erfindet sich immer wieder neu! Das hat Tradition. Das Handwerk stellt sich flexibel den veränderten Ansprüchen und Wünschen der Kunden. Ausschlaggebend dafür ist die hohe Qualifikation seiner Mitarbeiter. Ausbildung und Qualifizierung wird im Handwerk daher ganz groß geschrieben.

So wurden auch Computer und ihre Anwendungsmöglichkeiten schnell in vielfältiger Form im Handwerk integriert. Heute wird schon bei der Bewerberauswahl für eine Lehrstelle in vielen Berufen ganz selbstverständlich nach IT-Kenntnissen gefragt. Ohne geht es nicht mehr. IT steckt im Brötchen genauso wie im Neubau oder einem Spezialwerkzeug.

Die rund 180.000 Jugendlichen, die in diesem Jahr eine Lehre im Handwerk beginnen, haben also große Chancen. Für die sich schnell verändernden Märkte brauchen die Betriebe qualifizierte und flexible Mitarbeiter. Nur so können sie ihren Qualitätsvorsprung im europäischen und globalen Wettbewerb halten. Wer etwas werden will, wählt also das Handwerk. Und kümmert sich schon während der Schulzeit darum, dass er in den Fächern stark ist, die er für die spätere Lehre braucht. Erfahrungen kann jeder Schüler in einem Betriebspraktikum sammeln. Es darf nicht sein, dass die tollsten Lehrstellenangebote unbesetzt bleiben, weil sich dafür keine geeigneten Schulabgänger finden!

IT-Kenntnisse spielen bei den Auswahlverfahren für die offenen Lehrstellen eine immer wichtigere Rolle. Was aber, wenn ein Schulabgänger zwar begnadet bei Spielen ballern kann, aber keinerlei berufsrelevante IT-Kenntnisse mitbringt? Teures Nachschulen durch den Betrieb, ungeliebtes Nachsitzen, weil man während der Schulzeit den Gedanken an den Beruf verdrängt hat.

E-Learning ist eine flexibel für Betrieb und Lehrling einzusetzende und obendrein finanziell günstige Alternative. Damit können Lehrlinge ihr Wissen selbständig und individuell erweitern. Gerade für die Verbesserung von IT-Kenntnissen ist „Learning by doing“ direkt am Computer und im Internet wie geschaffen.

Die Handwerkskammern in Deutschland haben ein Angebot geschaffen, das eigentlich kein Lehrling ablehnen kann: eine kostenfreie IT-Basisqualifizierung. Im Internet erlernen die Auszubildenden unter www.lehrlingegehenonline.de den Umgang mit gängiger Software und weisen ihre Qualifizierung durch ein Zertifikat nach. Diese Qualifizierung wurde als Pilotprojekt „Lehrlinge gehen online“ vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH) in Kooperation mit Microsoft entwickelt.

Die Lerninhalte von „Lehrlinge gehen online“ sind praxisbezogen und im Berufsalltag sofort anwendbar. Wichtig für die Lehrlinge: Sie können sich das international anerkannte Zertifikat „Microsoft Office Specialist“ für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation erarbeiten. Handwerksunternehmen bekommen so "IT-fitte" Lehrlinge, die durch Eigeninitiative und Selbststudium wichtige Zusatzqualifikationen erworben haben, die dem Betrieb sofort zu gute kommen.

Wie gesagt: Es hat Tradition im Handwerk, dass seine Mitarbeiter schon heute an den Antworten auf die Fragen von Morgen arbeiten.

Ihr

Hanns-Eberhard Schleyer
Generalsekretär des ZDH

Am 15. September ist E-Learning Day - ganz im Zeichen von IT-Fitness. Wir informieren bundesweit über die Vorteile von E-Learning.
Infos unter http://www.e-learning-day.de

 

 

12.07.2007: Thomas Bergenroth, Managing Director und Senior Vice President der State Street Corporation

Sehr geehrte Damen und Herren,  

als führender, weltweit tätiger Finanzdienstleister engagieren wir uns seit langem im gemeinnützigen Bereich und bei Bildungsprojekten. Für uns ist es wichtig, uns auch in die Gesellschaft einzubringen und unsere soziale Kompetenz zu zeigen. Daher ist die State Street Corporation Mitglied der Europäischen „Alliance on Skills for Employability“ und aktiver Gründungspartner der deutschen Initiative IT-Fitness.

Beide Initiativen haben das Ziel, die beruflichen Qualifikationen von Menschen in Europa zu verbessern. Mit unserem Engagement in der Initiative IT-Fitness möchten wir besonders den deutschen Arbeitsmarkt unterstützen und vor allem jungen Arbeitnehmern durch bessere Schlüsselqualifikationen den Einstieg ins Berufleben erleichtern. Die State Street Bank in München entschied sich daher in Deutschland gleich auf mehreren Wegen aktiv zu werden. Zum einen tragen wir mit einer finanziellen Unterstützung von ca. 100.000 Euro zum Aufbau der ersten Projekte der Initiative IT-Fitness bei. Zum anderen stellen wir Personal und Know-How zur Verfügung: So werden unsere Mitarbeiter bei Veranstaltungen und Projekten der Initiative helfen und beratend zur Seite stehen.

IT-Wissen erhöht auch die Berufschancen der Personen, die sich bei der State Street Bank bewerben. Auch wir sind ständig auf der Suche nach gut ausgebildeten, „it-fitten“ Menschen. Von unseren derzeit 600 Mitarbeitern sind rund 25 Prozent im IT-Bereich beschäftigt. IT-Kompetenz ist uns jedoch bei jedem Mitarbeiter und jedem Bewerber wichtig, egal um welche Position es sich handelt. Daher werden wir in unseren deutschen Filialen in München und Frankfurt über unser Intranet mit unserem Team den IT-Fitness-Test durchführen und ihn auch unseren Kunden vorstellen.

Darüber hinaus werden wir unser Engagement bei der Initiative IT-Fitness auch mit unseren anderen sozialen Projekten verbinden - zum Beispiel mit dem gemeinnützigen Projekt „Karla 51“ des Evangelischen Hilfswerks München. Dort werden obdachlose Frauen betreut, die mit Hilfe einer IT-Weiterbildung beruflich bessere Chancen hätten.

Ihr

Thomas Bergenroth
Managing Director und Senior Vice President der State Street Corporation

PS: Übrigens haben schon rund 200 unserer Mitarbeiter in Deutschland und Österreich den IT-Fitness-Test absolviert! Ihre fIT-Urkunden befinden sich auf einer Litfassäule in den Niederlassungen und einem Memoboard.

 

 

10.06.2007: Heide Franken, Geschäftsführerin von Randstad: 

In Deutschland gibt es derzeit immer noch fast vier Millionen Arbeitslose. Davon sind rund 1,5 Millionen schon lange ohne einen festen Job. Als Zeitarbeitsfirma bieten wir Arbeitssuchenden die Möglichkeit, wieder ins Berufleben einzusteigen. Der Bedarf ist groß. Im letzten Jahr haben Zeitarbeitsfirmen rund 600.000 Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Auch Unternehmen haben die Vorteile von Zeitarbeit erkannt. In fast allen Branchen werden flexible und sofort einsetzbare Arbeitskräfte gesucht.

Gute Qualifikationen sind auch für Zeitarbeiter das A und O. Sie sind heutzutage oft nicht mehr nur austauschbare Aushilfen, sondern wertvolle Teammitglieder. IT-Wissen – in fast allen Berufsgruppen wichtiger denn je - wird besonders nachgefragt. In der Industrie beispielsweise werden Zeitarbeiter vor allem in der Produktion, aber auch für IT- und Büro-Services eingesetzt. Kennt der neue Kollege oder die neue Kollegin allerdings das aktuelle Textverarbeitungsprogramm nicht oder kann die Datenbank nicht bedienen, stehen die Chancen schlecht.

Randstad will Menschen in Arbeit bringen. Jedes Plus an beruflicher Qualifizierung verbessert unsere Chancen, dies erfolgreich zu tun. Und jede erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt trägt zur Wertschätzung bei unseren Mitarbeitern ebenso wie bei unseren Partnern, Kunden oder Lieferanten bei. Eine Beteiligung an der Initiative IT-Fitness ist für Randstad daher selbstverständlich. Seit einigen Wochen stellen wir allen Bewerbern, die unsere Niederlassungen besuchen, den IT-Fitness-Test zur Verfügung. Den IT-Fitness-Test kann jeder machen – ob zu Hause, im Internet-Cafe, bei Freunden oder eben bei uns über www.randstad.de. In wenigen Minuten beantworten die Testteilnehmer 42 kurze Fragen und erhalten so eine realistische Einschätzung des eigenen IT-Wissens. Das Zertifikat, das sie anschließend erhalten und einfach ausdrucken können, gibt uns als Personaldienstleister und anderen Unternehmen einen guten Überblick über das vorhandene IT-Wissen. Dies kann einem Arbeitssuchenden einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Mitbewerbern geben.
Allerdings sind IT-Kenntnisse nicht nur für Bewerber, die über Randstad einen neuen Job suchen, wichtig. Jede Person, die den PC und das Internet nutzt – sei es beruflich oder zum Vergnügen – sollte sicher im Umgang mit neuen Medien sein.

IT-Wissen kann man außerdem nicht früh genug erwerben. Eine TNS Infratest-Umfrage vom März 2007 zeigt: Computer- und Internetkenntnisse erhöhen die Jobchancen. Besonders Lehrlinge sind sich dessen bewusst. 93,6 Prozent setzen schon jetzt auf PCs in der Ausbildung. Auch vielen Schülern und Jugendlichen ist klar, dass Computerkenntnisse in der  Wissensgesellschaft unerlässlich sind.
Wir von Randstad empfehlen daher: Testen Sie Ihr IT-Wissen und nutzen Sie die bestehenden Schulungsangebote der anderen IT-Fitness Partner, um sich fit im Umgang mit PC und Internet zu machen!

Ihre

Heide Franken
Geschäftsführerin Randstad

 

 

15.03.2007: Achim Berg, Geschäftsführer Microsoft Deutschland GmbH

IT ist allgegenwärtig. Im Berufsleben werden Computer und Internet immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Das gilt nicht nur in technischen Berufen, sondern quer durch alle Branchen. Aber nicht für jeden ist der Umgang mit den neuen Technologien tatsächlich selbstverständlich. Oft fehlt es an grundlegenden Fähigkeiten, die von vielen Unternehmen heute vorausgesetzt werden. Darüber nur zu klagen, hilft nicht; wir wollen etwas ändern. Deutschland braucht eine Qualifizierungsoffensive. Wir müssen Menschen fit machen für den Einsatz von IT, damit sie bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz und weiteren beruflichen Erfolg bekommen.

Microsoft-Gründer Bill Gates regte im November 2006 in Ingolstadt gemeinsame Anstrengungen von Wirtschaft und Politik an, damit das Land der Ideen auch ein Land der IT-Fitness wird. Starke Partner stellen sich dieser Herausforderung und haben sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2010 wollen wir in Deutschland vier Millionen Menschen grundlegende IT-Kenntnisse vermitteln. Die ersten beiden Projekte mit dem Sächsischen Technologiezentrum (STZ) in Zwickau und mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks sind sehr erfolgreich gestartet. Die konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Partnern spornt uns an, weitere Projekte zu starten.

Ich lade Sie herzlich ein, sich IT-fit zu machen!

Ihr

Achim Berg
Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness
Geschäftsführer Microsoft Deutschland GmbH

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